Im Garnisonsmuseum finden die Besucher Sachzeugen aus der Geschichte des Militärstandortes Zossen-Wünsdorf von etwa 1910 bis 1945. Es ist in einem der unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg erbauten Pferdeställe untergebracht, der 2001 eigens für diesen Zweck baulich saniert und als Museum eingerichtet worden ist.

Gleich gegenüber befindet sich einer von ursprünglich neunzehn Luftschutztürmen der „Bauart Winkel“ (der Konstrukteur hieß Leo Winkel), die zwischen 1938 und 1941 beim Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres bei Zossen entstanden. In einer zeitgenössischen Luftschutzpublikation heißt es dazu: „Der Grundgedanke des Baues besteht darin, die Schutzräume nicht wie bisher nebeneinander, sondern übereinander anzuordnen. Dadurch entsteht nur eine kleine Dachfläche, die schwer von Bomben getroffen und mit verhältnismäßig geringen Kosten bombensicher ausgestattet werden kann ...“

Der Luftschutzturm kann ebenfalls besichtigt werden.

Ausstellung „Russischer Soldatenalltag“

Die in ehrenamtlicher Arbeit von Mitgliedern unseres Vereins zusammengestellte ständige Ausstellung zum russischen Soldatenalltag ist seit der Wiedereröffnung am 8.Mai 2010 im gegenüberliegenden Pferdestall zu besichtigen. Sie zeigt das Leben der sowjetisch-russischen Soldaten, Offiziere und deren Familienangehörigen von 1945 bis 1994.

Zu sehen sind Fundstücke aus dem militärischen und zivilen Alltagsleben der Garnison und Schautafeln aus ehemaligen russischen Kasernen. Dies geht von der bildlichen Darstellung Wie habe ich meine Fußlappen zu wickeln“ bis zur Vorschrift zum Gemüseputzen in der Großküche.

Die Ausstellung unter Nutzung von original erhaltenen Vitrinen des sowjetischen Militärhandels wurde bewusst in einer Form belassen, die den Charakter des Zufälligen, des Sammelsuriums trägt. Sie ist nach den Bereichen untergliedert, die das Leben eines Soldaten oder Zivilbeschäftigten bestimmt haben. Dazu gehören Versorgung, Wohnung, medizinische Betreuung und Schule. Das Leben in einer Kaserne wird ebenso wie der erzwungene Aufenthalt im Militärgefängnis durch Exponate belegt.

Öffnungszeiten des Museums:

April bis Oktober

Di-So 10.00 bis 17.00 Uhr


November - März

 
Di- So 10.00 bis 16.00 Uhr

 (während der Wintermonate erfolgt an den Wochenenden und Feiertagen keine Betreuung durch die Mitglieder das Fördervereins)

 

 

An Wochenenden und Feiertagen während dieser Zeit

sind Mitglieder des Fördervereins vor Ort

und geben gerne Auskunft zu den Exponaten.

 

Eintrittspreise:

Garnisionsmuseum: 3,00€

Sowjetischer Soldatenalltag: 3,00€

Luftschutzturm: 1,50€